Buch der Fragen
Libro de las preguntas (1974, posthum)
Wie weit, aufgerundet, in Metern,
ist es von der Sonne zu den Orangen?
Wer weckt die Sonne, wenn sie
schläft auf ihrem glühenden Bett?
Zirpt die Erde wie eine Grille
im Konzert des Himmels?
Stimmt es, daß Trauer breithüftig
und schmal ist die Schwermut?
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Wer war die Frau, die dich damals
im Traum liebte, als du schliefest?
Wohin wandert all das Geträumte?
In die Träume anderer Menschen?
Und dein in Träumen lebender Vater,
muß er sterben, wenn du erwachst?
Treiben Blüten die Traumgewächse,
und reifen ihre todernsten Früchte?
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Wo ist das Kind, das ich gewesen,
ist es noch in mir oder ist es fort?
Weiß es, daß ich es nie geliebt hab
und es mich auch niemals gemocht?
Warum sind wir denn dann so lange,
gewachsen - nur um uns zu trennen?
Warum sind wir nicht beide gestorben,
als meine Kinderzeit wegstarb?
Und wenn der Mut von mir gesunken,
warum bleibt mein Skelett bei mir?
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Elegie
Elegía (1974, posthum)
XVII
Vielleicht klopft keiner uns wach
warum ja sagen, ´s ist doch kein Ersatz
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und wir
schlafen nur noch zur Schlafensstunde
und weisen
von uns, was weitergeht,
das Kraut, das unumkehrbar
festwächst und fortwuchert -
gut so, na und, was ist schon dabei?
für klares Wasser, Wein und Weinberg,
tiefes Brot, für Brot, das unser war,
für Zeugen, hochgeehrt oder besudelt -
die waren wir auch und sie sind nicht mehr da,
und nicht etwa, weil sie gestorben,
nein, weil sie fort sind, und unheilbar fort.